Das Kinderhaus

Das Kinderhaus betreut 96 Kinder von 1,5 Jahren bis zum Schuleintritt, davon maximal 4 Integrationskinder. Sie leben in vier altersgemischten Gruppengemeinschaften, die ihnen ein familiäres Umfeld bieten. In jeder Gruppe können 6 Krippenkinder aufgenommen werden.

Unser Haus

Das Kinderhaus hat zwei Etagen. Rechts und links vom Eingangsbereich bzw. über eine Treppe ins 1. Obergeschoss erschließen sich die vier Gruppenbereiche. In jeder Etage befinden sich zwei Gruppengemeinschaften mit zwei miteinander verbundenen Gruppenräumen. Zusätzlich gibt es jeweils einen weiteren Raum für spezielle Nutzungen (z.B. Kreativraum). Den Gruppen steht jeweils eine Garderobe und ein Bad zur Verfügung. Jede Gruppengemeinschaft verfügt über eine eigene Küchenzeile inklusive Arbeitsfläche, Herd und Kühlschrank. An den mittigen Haupteingang schließt sich ein offener Eingangsbereich im Erdgeschoss an, in dem Begegnungen von Kindern und Eltern möglich sind und Platz für Informationen.  Das „Herz” des Kinderhauses ist der große Mehrzweckraum im Erdgeschoss, der sich auch zum Garten hin öffnet. Er verbindet durch seine Transparenz den Straßeneingang mit dem Garten. Drei Gruppen verfügen über einen eigenen Zugang zur Freifläche. Im Erdgeschoss jeweils über eine Terrasse, im Obergeschoss über die Fluchttreppe. Diese baulichen Bedingungen ermöglichen weitere Beziehungen im Kinderhaus über die Grenzen der Gruppengemeinschaft hinweg. Der „Bauch” des Kinderhauses – unsere geplante Kochküche – ist ebenfalls im Erdgeschoss angeordnet.

Außengelände

Die Gestaltung des Außengeländes sichert den Kindern die Möglichkeit der eigenständigen Betätigung in einer relativ naturbelassenen Umgebung, in einer ihren Grundbedürfnissen entsprechenden Lebenswelt. Der Garten komplettiert das Gesamtkonzept des Kinderhauses. Neben einer befestigten Fläche und einer großen Wiese gibt es unter anderem ein Sandspielplatz mit Wasserpumpe, ein Amphitheater, ein Burgberg mit Planenrutsche, Wurzeln und Stämme zum Klettern sowie eine Schaukel. Außerdem stehen den Kindern Beete und ein Weidenpalast zur Verfügung. Ein Lehmbackofen ist geplant. Es gibt eine – dem Bedürfnis nach Rückzug gerecht werdende – Bepflanzung, die gleichzeitig die verschiedenen Nutzungsbereiche der Freifläche unterteilt.

Kinderhausalltag

In den altersgemischten Gruppen durchlaufen die Kinder im selben Umfeld und mit denselben Bezugspersonen die verschiedenen Lebensphasen vom Kleinkind bis zum selbstständigen Vorschulkind. Gemeinsam gestalten Kinder und Erzieher ihren Tag, die Vorstellungen und aktuellen Wünsche der Kinder fließen so mit ein. Dabei lernen sie demokratische Mechanismen, wie das Einbringen von Ideen, Wahl und Abstimmung kennen.
Natürlich steht im Kinderhaus das Spielen im Vordergrund. Mit einfachem, vielfältig zu verwendenden Spielmaterial sollen die Kinder frei ihre Fantasie, ihre Individualität und ihre kreativen Kräfte entfalten. Denn Kinder brauchen kein originalgetreues Feuerwehrauto und keine sprechende Puppe, sie können auch mit Tüchern, Bausteinen oder anderem Bastelmaterial fantasievoll spielen. So können sich die Kinder in der sinnesanregenden Umgebung des Kinderhauses und im durchdacht angelegten Garten ihren Interessen entsprechend entwickeln und aus eigenem Antrieb und eigener Neugier lernen.
Wir nehmen ausdrücklich auch ausländische, sozial belastete und behinderte Kinder auf. So wird vermittelt, dass es normal ist, verschieden zu sein und dass jedes Kind eine Bereicherung für die Gemeinschaft ist.

Ökologie für Kinder

Unser Kinderhaus ist ein Passivhaus, in dem verschiedene ökologische Gesichtspunkte umgesetzt wurden. In einer Zisterne sammeln wir das Regenwasser und machen es nutzbar und auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert. Im Außengelände ist ein Nutzgarten mit Bäumen, Gemüsebeeten und Kräutern angelegt und wird gemeinsam mit den Kindern bewirtschaftet. Damit wollen wir den Kindern ökologische Zusammenhänge erlebbar und begreifbar machen und ihnen von klein auf das Bewusstsein für die Natur nahe bringen. Auch das Essen im Kinderhaus ist aus ökologischen Zutaten zubereitet.

Nicht nur für Kinder

Das Kinderhaus versteht sich auch als Ort des Austausches und Verweilens. Neben verschiedenen Bildungsangeboten, einer Bibliothek und einem Elterncafé gibt es auch zusätzliche Informationsangebote.

Betreuung

Das Kinderhaus ist Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr geöffnet. Die Schließtage und ggf. Schließzeiten während der Ferien werden jährlich von der Mitgliederversammlung des Trägervereins beschlossen. In jeder Gruppe arbeiten 3 ErzieherInnen in Teilzeit, die von FSJ/FÖJ/BFDlern sowie PraktikanntInnen, z.B. von der ehs Dresden unterstützt werden. Wir sind bestrebt, in jeder Gruppe mindestens einen männlichen Erzieher zu beschäftigen (derzeit 4 der 4 Gruppen), um besser geschlechtsspezifisch arbeiten zu können.

Elternarbeit-Selbstverständnis

Mit einer Elterninitiative als Trägerverein des Kinderhauses sind wir auf die engagierte und tatkräftige Mithilfe aller Eltern angewiesen. Damit haben alle Familien die Verpflichtung und die Möglichkeit, in verschiedenen Arbeitsgruppen des Kinderhauses das Kinderhaus gemeinsam zu (er)leben und zu gestalten. Elternarbeit ist notwendig und gewünscht, z. B. durch die Übernahme administrativer Aufgaben oder von Putz- oder Waschdiensten. Elternstunden können in Einzel- und in Gruppenarbeit geleistet werden. Derzeit sind 48 Stunden pro Familie und Jahr zu erbringen. Die Abrechnung erfolgt einmal im Kalenderjahr. Minusstunden werden mit 15,00 Euro/ Stunde in Rechnung gestellt.

Kommentare sind geschlossen.